Signal sperrt sich: WhatsApp-Nutzer müssen draußen bleiben

vor 4 Wochen 12

Neuen EU-Regeln zufolge müssen sich Messenger wie WhatsApp künftig der Konkurrenz öffnen. Die Macher der Signal-App halten davon überhaupt nichts. Sie sehen vor allem Gefahren in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz. Die Privatsphäre der eigenen Nutzer könnte sich verschlechtern.

Signal: Messenger-Öffnung als Gefahren

Die EU hat den Digital Markets Act (DMA) auf den Weg gebracht. Eine der wichtigen Neuerungen für größere Tech-Konzerne betrifft die Interoperabilität von Messenger-Diensten. Sie müssen sich künftig öffnen und eine Kommunikation mit Nutzern kleinerer Plattformen in der EU ermöglichen. Einer dieser Anbieter, Signal, hat sich nun öffentlich dagegen ausgesprochen. Signal ist bekannt dafür, viel Wert auf Sicherheit und Datenschutz zu legen.

Wie die gemeinnützige Signal-Stiftung erläutert, würde die Zusammenarbeit mit Messengern wie WhatsApp, dem Facebook Messenger und Apples iMessage „letztendlich die Privatsphäre von Signal und seinen Benutzern verschlechtern“. Den Grund dafür sieht Signal in unterschiedlichen Auffassungen zum Datenschutz. Manche Unternehmen hätten andere Standards, was sich negativ auf Signal und seine Nutzer auswirken würde.

Die von den Messengern untereinander getauschten Daten könnten von größeren Konzernen anders verwendet und womöglich verkauft werden. Mit der „Mission und den Werten“ von Signal sei das aber nicht vereinbar (Quelle: golem.de).

Auch die großen Tech-Konzerne halten wenig von der geplanten Interoperabilität bei Messenger-Diensten. Sie würde den Interessen von Verbrauchern zuwiderlaufen. Selbst die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, hat sich in der Vergangenheit gegen eine plattformübergreifende Kommunikation ausgesprochen. Diese würde dazu führen, dass wir „eine Art SMS zurückkriegen“.

Das sind die besten WhatsApp-Alternativen:

Signal: Alles verschlüsselt, wenig Metadaten

Anders als bei manchen anderen Messengern wird bei Signal grundsätzlich jede Nachricht mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versehen. Das betrifft auch Gruppen und Mitgliedschaften selbst. Zudem reduziert die App über das selbst entwickelte Signal-Protokoll so gut es geht Metadaten.

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