Sharon Battiste: Rührend, authentisch, menschlich: Mit dieser Bachelorette ist der Show ein Glücksgriff gelungen

vor 3 Wochen 15

"Die Bachelorette" litt in den vergangenen Jahren darunter, dass die Chemie oft nicht stimmte. In diesem Jahr scheint das anders zu sein. Das liegt nicht nur an Rosenkavalierin Sharon Battiste. 

Vergangene Staffeln von "Die Bachelorette" blieben oft hinter den Erwartungen zurück. So war beispielsweise Ex-Rosenkavalierin Maxime Herbord etwas zu zurückhaltend und die Kandidaten teilweise desinteressiert. In anderen Staffeln erfreuten sich die Herren in ihrer Villa an Drinks und Partymusik, statt sich darauf zu besinnen, warum sie durchgehend von Kameras gefilmt werden.

Doch die aktuelle Ausgabe der Kuppelshow ist anders und ja: besser. 

"Die Bachelorette": Sharon zeigt sich ohne Haare

In der Folge von Mittwochabend geschah das, worauf Zuschauer:innen seit einiger Zeit gewartet hatten. Die Bachelorette Sharon Battiste, die unter kreisrundem Haarausfall leidet, zeigte sich den Männern ohne Perücke.

Erstmal durfte sie so nur Kandidat Lukas zu Gesicht bekommen, den sie zu einem Einzeldate geladen hatte. Nachdem die beiden ihre Zukunftswünsche zu Papier gebracht und gemeinsam gebadet hatten, war es dann soweit: Sharon schritt ohne Perücke auf Lukas zu, der sie anstrahlte. 

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Man konnte der Schauspielerin anmerken, wie nervös sie dieser Moment machte und gleichzeitig wirkte sie selbstbewusst und glücklich, sich endlich so zu zeigen, wie sie ist. Und sie hätte wohl niemand Besseren für diesen rührenden Augenblick wählen können als den Hamburger, der genauso reagierte, wie sie es sich gewünscht hatte. Er sagte ihr nicht nur, dass er sie noch immer wunderschön findet und küsste ihre Glatze, sondern lockerte die emotionale Situation mit einem Witz auf. "Glatze und Glatze – das versteht sich", sagte Lukas salopp. 

Eine so menschliche Szene hat es in der Geschichte der Kuppelshow lange nicht gegeben. Denn der Moment machte es schier unmöglich für Sharon und Lukas, einander etwas vorzuspielen. Kann man sonst vor dem TV-Gerät nie ganz sicher sein, ob sich ein Kandidat gerade für die Influencer-Karriere profilieren möchte oder tatsächlich Gefühlte für das Gegenüber hat, wirkte Sharons und Lukas Interaktion ehrlich.  

Authentisch und menschlich

Das Einzeldate der beiden könnte exemplarisch dafür stehen, was diese "Bachelorette"-Staffel einzigartig macht: Sie ist authentisch. Battistes Krankengeschichte ist nur ein Teil davon, aber ein wichtiger. Denn woran es den vorangegangen Ausgaben oft mangelte, waren echte Emotionen. Solche, die bei den Zuschauer:innen ankommen und nicht in dem Moment versiegen, wo die Szene über die Fernsehgeräte geflimmert ist.

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Darüberhinaus ist Battiste telegen und selbstsicher vor der Kamera, was sicher auch mit ihrem Beruf als Schauspielerin zu tun hat. Ihr großes Talent ist, die Männer mit ihrer Art anzustecken. Natürlich gibt es auch in dieser Staffel Gespräche, bei denen das Fremdscham-Barometer in die Höhe schießt. Und nicht jeder Kandidat hat das Talent, über Smalltalk hinauszukommen. Doch größtenteils überzeugt vor allem die Bachelorette mit ihrem Humor und ihrer Fähigkeit, nicht nur über sich selbst zu lachen, sondern auch über kuriose Gegebenheiten, die eine TV-Show mit sich bringt. Dass es gefühlt bei jedem zweiten Date in Strömen regnet und die Pläne sich ständig ändern müssen – nur ein Beispiel. 

Am Ende wird Sharon Battiste voraussichtlich mit einem Kandidaten (und, seien wir ehrlich, es kann eigentlich nur Lukas sein), die Show verlassen. "Bachelorette"-Fans dürften ihre Staffel aber nicht nur wegen der letzten Rose in Erinnerung behalten – sondern weil sie sie etwas hat fühlen lassen. 

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