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Nachfolger fürs 9-Euro-Ticket: NRW-Stadt soll Vorbild für ganz Deutschland sein

vor 4 Monate 29

Ende August ist Schluss mit dem 9-Euro-Ticket, daran lassen die verantwortlichen Politiker keinen Zweifel. Doch der große Erfolg der günstigen Fahrkarte für den Nah- und Regionalverkehr entfacht weiterhin Diskussionen um einen Nachfolger. Den fordern auch Sozialverbände – und verweisen bei der Preisdebatte auf eine NRW-Stadt, die als Vorbild gelten soll.

Da hat sich die Politik ein dickes Ei ins Nest gelegt. Eigentlich sollte das 9-Euro-Ticket nur eine einmalige Sache sein, um die Bürger in diesen Teuer-Zeiten etwas zu entlasten. Die sind aber auf den Geschmack gekommen: 85 Prozent der Deutschen fordern einer aktuellen Umfrage zufolge einen dauerhaften und günstigen ÖPNV (Quelle: Presseportal). Wie der nach dem Ende des 9-Euro-Tickets aussehen könnte, haben jetzt Sozialverbände in NRW skizziert.

Sozialverbände fordern 29-Euro-Ticket für arme Menschen

Sie fordern ein 29-Euro-Ticket für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr, zumindest für Menschen mit geringem Einkommen (Quelle: WAZ). Damit sollen Geringverdiener mobil bleiben. „Arme Menschen fürchten schon jetzt den September“, so Frank Johannes Hensel von der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Bei weiter steigenden Lebenshaltungskosten werde die Überlegung, welche Fahrt man sich leisten könne, den Alltag von armen Menschen bestimmen.

Der Sozialverband verwies auf die NRW-Stadt Bielefeld, wo es seit April ein 29-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr für Geringverdiener gebe – etwa Menschen, die Leistungen aus der Grundsicherung erhalten. Schätzungen der Wohlfahrtspflege NRW zufolge wird das 9-Euro-Ticket überwiegend von Armen genutzt. 90 Prozent der Menschen, die staatliche Leistungen wie Hartz IV, Rente oder Grundsicherung beziehen, würden die Spar-Fahrkarte nutzen.

Was man zum 9-Euro-Ticket wissen muss:

Wie geht es nach dem 9-Euro-Ticket weiter?

Um einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets wird aktuell gerungen, zum Teil mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen. Innerhalb der Ampel-Koalition wird etwa ein Klimaticket diskutiert, während zuletzt Verkehrsminister Wissing die Abschaffung der Tarifzonen ins Spiel gebracht hat. Der Verkehrsclub Deutschland wiederum hat sich für ein Länder-PlusTicket ausgesprochen, das bei 75 Euro starten soll.

Wie es mit dem ÖPNV in Deutschland weitergeht, steht derzeit also noch in den Sternen. Eines ist laut Bundeskanzler Scholz aber sicher: Eine Fortführung des 9-Euro-Tickets soll es nicht geben.

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