Harter Microsoft-Vorwurf: Sabotiert Sony den Xbox Game Pass?

vor 1 Monat 8

Microsoft und Sony sind bekanntermaßen Konkurrenten, sind aber mit ihren eigenen Produkten sehr erfolgreich. Microsoft behauptet jetzt allerdings, dass Sony den Xbox Game Pass sabotiert. Wir fassen das Ganze für euch zusammen.

PlayStation vs. Xbox: Will Sony Microsoft sabotieren?

Der Xbox Game Pass bietet Abonnenten für kleines Geld eine große Bibliothek von Spielen an, die heruntergeladen und gespielt werden können, solang sie im Pass aktiv sind – auf der Konsole oder dem PC. Es ist nicht selten, dass auch sogenannte Day-One-Spiele enthalten sind. Das heißt, manche Spiele stehen direkt am Tag des Releases zum Spielen zur Verfügung.

Microsoft behauptet jetzt, dass Sony den Pass sabotieren würde, indem das Unternehmen für sogenannte „Sperrrechte“ zahlen würde. Das geht laut The Verge aus Dokumenten hervor, die bei der brasilianischen Wettbewerbsbehörde eingereicht wurden und Teil einer Überprüfung der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft sind (Quelle: The Verge).

Diese Sperrrechte hindern Entwickler daran, ihre Inhalte dem Xbox Game Pass hinzuzufügen und würden, wenn die Behauptung stimmt, damit künftig ein ordentliches Loch in die Spiele-Bibliothek des Abonnenten-Service reißen.

Der Xbox Game Pass könnte bald sogar noch attraktiver werden:

Hat Sony Angst vor zu viel Xbox-Exklusivität?

Sowohl Microsoft als auch Sony produzieren eigene Spiele und sichern sich regelmäßig Exklusivrechte an Titeln, die in begrenzten Veröffentlichungen und exklusiven Releases für bestimmte Plattformen resultieren. Mit der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft fallen die Rechte an unzähligen bekannten Franchises in die Hände des Unternehmens, unter anderem Call of Duty, World of Warcraft, Starcraft und viele mehr.

Wir erklären euch, was der Kauf von Activision Blizzard bedeuten würde:

Microsoft behauptet in den Dokumenten, dass die Aufnahme von Activision-Blizzard-Inhalten in den Xbox Game Pass den Wettbewerb in gewisser Weise verstärken wird und argumentiert, dass es den Wettbewerb dank hochwertiger Inhalte zu niedrigeren unmittelbaren Kosten erhöhen würde. Andererseits bestätigte das Unternehmen, dass beispielsweise die Marke Call of Duty nicht Xbox-exklusiv wird, „weil es einfach nicht profitabel“ wäre.

Es wäre allerdings nicht verwunderlich, wenn Sony befürchten würde, durch wachsende Xbox-Exklusivität enorme Verluste bei Software-Verkäufen zu machen. 9,99 Euro im Monat für den Xbox Game Pass auszugeben tut schließlich viel weniger weh, als 60, 70 oder sogar 80 Euro für Spiele zu bezahlen.

Ob die Behauptungen von Microsoft zutreffen, sei erst einmal dahingestellt. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Sony finanzielle Anreize nutzt, um Entwickler zu beeinflussen. In der Vergangenheit hat Sony das plattformübergreifende Spielen auf der PS4 zurückgehalten und eine Crossplay-Umsatzbeteiligung für Publisher eingeführt. Was an den Behauptungen nun wirklich dran ist, wird die Zukunft zeigen.

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